Proteste Kairo Ägypten

Proteste Kairo Ägypten
Präsident Hosni Mubarak

Proteste in Kairo, Ägypten, Reisewarnung des Deutschen Außenministeriums. Die Demonstranten wollen mit ihren Protesten in Kairo und anderen Städten erreichen, dass die Korruption in Ägypten aufhört, der Mindestlohn erhöht wird, mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und Präsident Mubarak von seinem Regierungsposten zurücktritt. Da auf die zunächst friedlichen Demonstrationen keine Reaktion aus der Regierung, insbesondere von Präsident Mubarak, kam, sondern die Polizei mit Gewaltaktionen reagierte, kam es zu Ausschreitungen seitens der Demonstranten und das Deutsche Außenministerium sah sich veranlasst eine Reisewarnung herauszugeben.

In nahezu allen großen Städten Ägyptens werden Protestkundgebungen veranstaltet. Obwohl die Polizei mit Wasserwerfern, Tränengasgranaten und Gummigeschossen auf die Proteste in Kairo und anderen großen Städten reagierte, gaben die Demonstranten nicht auf. Im Gegenteil, die Lage spitzt sich immer weiter zu. Am heutigen Freitag bekam die Polizei erstmals den Befehl, die Proteste mit aller Macht zu verhindern und im Notfall auch auf Demonstranten mit scharfer Munition zu schießen, in Kairo und auch in anderen ägyptischen Städten. Die politische Lage für Präsident Mubarak und sein Regime spitzt sich zu.

Die Situation droht zu eskalieren, weswegen einige westliche Regierungen an Präsident Mubarak appelliert haben, mit Besonnenheit zu reagieren und den Protesten der Bevölkerung mit Gesprächsbereitschaft entgegenzutreten. Gewalt sei die verkehrte Antwort. Da Ägypten für etliche Besucher zu den beliebtesten Destinationen für einen Winterurlaub zählt, gab das Deutsche Außenministerium nun aufgrund der Situation eine Reisewarnung für Kairo und Alexandria heraus. Darin heißt es, wer nicht unbedingt nach Kairo und Alexandria reisen müsse, solle darauf verzichten. Wer dennoch das Land besuchen müsse, solle sich von Menschansammlungen und Demonstrationen fernhalten. Es empfehle sich, die lokalen Nachrichten zu verfolgen.

Touristen, die ihre Ferien in Ägypten verbringen, sollten auf Ausflüge nach Kairo, Suez und Alexandria verzichten. Hier sind die Zusammenstöße zwischen Demonstranten, Polizei und Militär am gefährlichsten, die Proteste können von einer Stunde zur anderen bürgerkriegsähnliche Zustände entfachen. Wer die Möglichkeit hat, seinen Urlaub umzubuchen, sollte dies tun. Wer bereits in Ägypten im Urlaub verweilt, sollte unbedingt die Lokalnachrichten verfolgen. Die Proteste in Kairo werden allem Anschein nach nicht so schnell aufhören, im Gegenteil, die politische Lage spitzt sich zu. Der "Thron" von Präsident Mubarak ist unserer Meinung nach gefährdet.

Update vom 30.01.2011:

Das Auswärtige Amt in Deutschland hat bislang keine offizielle Reiswarnung für Reisen nach Ägypten herausgegeben. Die Touristenorte am Roten Meer sind von den Protesten in Ägypten noch nicht betroffen. In Sahrm-el-Sheikh auf der Halbinsel Sinaii wurden am heutigen Sonntag Truppen des Militärs in Stellung gebracht um Menschen zu schützen. Im Gegensatz zu den USA und Österreich wurde eine offizielle Reisewarnung für Touristen in Ägypten in Deutschland noch nicht herausgegeben. Es empfiehlt sich, den Stand der Dinge in den örtlichen Medien zu verfolgen und sich gegebenenfalls mit den Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen. Auch sollte man sich an die nächtliche Ausgangssperre halten, die derzeit von 16 Uhr nachmittags bis 8 Uhr morgens (Ortszeit) andauert!

Sabine Wiedamann

Foto: Agência Brasil, Creative Commons-Lizenz

Datum: 28.01.2011

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