Qaitbay Citadel, Alexandria

Als Abschluss des Alexandria Besuches sollte man sich das Gebiet des Osthafens mit der beeindruckend Uferpromenade (Corniche) und die schon von der Promenade sichtbare Citadel of Qaitbay vorbehalten. Aber die muß man schon selbst erkunden!
Hilfreich sind dazu der an einer Mauer aufgehängte und zu lesende Lageplan, sowie die auf einem anderen Schild ersichtlichen Legenden.

Es ist leider im Internet keine weiterreichende Information über die Zitadelle zu finden.

Eingang zur Qaitbay Zitadelle in AlexandriaVor dem Eingang zur Zitadelle
Dagmar und Hamdy stehen vor den mächtigen Mauern der Zitadelle. Links von ihnen der geschlossen Haupteingang. Und geradeaus der Besuchereingang.

Grundriss der Zitadelle. Anklicken zum VergrößernLegende zum Lageplan der ZitadelleDer Lageplan links lässt sich durch anklicken vergrößern.

So mußte ich auf der Besichtigung immer wieder den Bilderabruf der Kamera nutzen, um zu wissen, wo wir uns befinden. Das haben mir die Batterien allerdings sehr übel genommen. Das Bild des Osthafens war das letzte Bild an diesem Tag. Und beim Kauf neuer Batterien in Alexandria habe ich gemerkt, wie sehr man im arabischen Viertel auf einen Führer angewiesen ist, will man nicht horrende Preise zahlen.

Die Zitadelle wurde angeblich (Internetquelle) 1440 als fertig gestellt übergeben. Das stimmt aber nur bedingt. 1404 erfolgte während des laufenden Baus schon die erste grundlegende Restaurierung. Nicht verwunderlich, da authentische Quellen belegen, dass schon 882 v. Ch. im Auftrag des Sultans „Al Malek Alashraf Abu Alsnasr Saif Aldin Qaitbay Alzahiry“ (was für ein Name!) mit einem Bau begonnen wurde, den man erst 1477 n.Ch. für beendet bezeichnete. Das allerdings ist eine gar „treffliche“ Jahresangabe. Berichten doch andere Quellen von den schlimmen Zerstörungen durch britische und türkische Angriffe, die man dann erst im 19. Jahrhundert behoben hat. Bis dahin soll die Citadelle ein ziemlich „ramponiertes Gebäude“ gewesen sein.

Die „Trutzburg“ entstand dort, wo sich früher in etwa der antike Leuchtturm befand. Und die dort noch gefunden Steinen sind wahrscheinlich bei der Errichtung des Main Tower mit verbaut worden. Da dieser Main Tower zunächst an der nordwestlichen Seite mit Blickrichtung auf den ehemaligen Leuchtturm errichtet wurde, waren der später folgende Bau des äußeren Walls und die eindeutige militärische Ausrichtung der Zitadelle am jetzigen Platz eine strategische Konsequenz. Nach Angaben der Egyptian Antiquities Organization wurden alle Anlagen, wie auch Citadelle und Museum, 1984 letztmalig restauriert.
Wallanlage der Zitadelle von QaitbayDie mächtigen Mauern der Zitadelle
Schon beim Betreten der Zitadelle durch den Besuchereingang (2) in den Hof (4) imponiert der Main Tower, in dem sich auch die Moschee (8) befindet, als mächtiges und sehr stabiles Bauwerk. Man möge mir den Vergleich verzeihen. Aber auf dem Weg (5) zum Main Tower wurde ich sehr an das Gefängnis in Fremantle (Western Australia) erinnert.

Das in drei Etagen gebaute quadratische Gebäude, mit einer Seitenlänge von 30 Metern, ist 17 Meter hoch.

Modell der ZitadelleAuf der Ebene 1 befindet sich die Moschee. Ebene 2 enthält die Galerien und die Unterkünfte für die militärische Besatzung. Und ganz oben (Ebene 3) befanden sich das Waffenarsenal und die Räume für den Kommandanten.
Ein sehr gelungenes Modell der Anlage kann man in der Ebene 2 besichtigen. Allerdings ist es im Main Tower ziemlich dunkel. Die Augen müssen sich erst an den starken Kontrast zwischen den Außenanlagen, mit der Sonne und dem blauem Himmel, und der ziemlichen Dunkelheit der Kasematte gewöhnen.

Blick auf Bucht von Anfushi und den OsthafenDie Moschee bietet als ältestes Gotteshaus in Alexandria die Besonderheit, dass ihr eine Koranschule angegliedert war. Der quadratische Zentralraum hat entsprechend den vier Sekten des Islams vier gewölbte Aussparungen. Fußboden und Treppen dorthin sind mit farbigem Marmor ausgelegt.

Nach Besuch der Zitadelle sollte man nicht versäumen entlang der Mole ein Stück zu bummeln, um den Blick in den Osthafen und auf die Bucht von Anfushi zu genießen.
Dieter Tischendorf (ditido)

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